Texte „Zebra“

Sibe langi Schlange
Superman
Zebra
Ich wohne i de Stadt
Wänn i trurig bin
Gans
Lache
Näbel
De Hund chunnt
Winter
Fuultier
Sibeschlöfer
Chrottepösch
Uf mim Baum

 

Sibe langi Schlange

Sibe langi Schlange
hanged a de Teppichstange
chasch sie fange mit de Zange
oder lass sie eifach hange - uuh
lass sie eifach hange

Sibe müedi Motte
wohned bi de Gotte
ässed alli flotte
Chleider vo de Gotte - uh
s sind halt ebe Motte

Sibe grüeni Frösch
wäsched ihri Wösch
sibe und e Chrott
sibe grüeni Frösch
wäsched ihri Wösch
und di einzig wo nöd wott
isch d Chrott

Sibe langi Schlange
hanged a de Teppichstange
chasch sie fange mit de Zange
oder lass sie eifach hange - uuh
lass sie eifach hange

Sibe roti Ritter
rited dur es Gwitter
rited immer witer
trotz em schlimme Gwitter - roschted
roschted, das isch bitter

Sibe grüeni Frösch
wäsched ihri Wösch
sibe und e Chrott
sibe grüeni Frösch
wäsched ihri Wösch
und di einzig wo nöd wott
isch d Chrott

Schluss:
und di einzig wo nöd wäsche wott
isch d Chrott

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Superman

Ich stoh vor em Spiegel i mim Pyjama
ich ha Summersprosse und mir fehlt en Zah
jetzt fang ich a schwaddere
wien en Vogel fladdere
min Bär uf em Bett lueget mich schief a

Znacht wänn ich nöd schlofe cha
leg ich min rote Umhang a
znacht wänn ich nöd schlofe cha
dänn mues ich es Paar Flügel ha

Superman, Superman
ich wetti flüge wie de Superman

Ich stoh vor em Spiegel i mim Pyjama
ich ha Summersprosse und mir fehlt en Zah
jetzt fang ich mich a trüle
hole mini Flügerbrüle
min Bär uf em Bett lueget mich schief a

Znacht wänn ich nöd schlofe cha
leg ich min rote Umhang a
znacht wänn ich nöd schlofe cha
dänn mues ich es Paar Flügel ha

Superman, Superman
ich wetti flüge wie de Superman

Ich stoh vor em Spiegel i mim Pyjama
ich ha Summersprosse und mir fehlt en Zah
jetzt chlopfets a de Türe
es isch höchschti Zit
doch ich bi scho furt, de Bär, de nimm i mit

Znacht wänn ich nöd schlofe cha
leg ich min rote Umhang a
znacht wänn ich nöd schlofe cha
dänn mues ich es Paar Flügel ha

Superman, Superman
ich wetti flüge wie de Superman

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Zebra

s Zebra i de Steppe überleit
immer nu die Streife mached breit
schöner wäred es paar Tüpf, s müend nöd nu rundi si
s holt en Chübel Farb und taucht de Pinsel i

s Zebra i de Steppe, das gshets i
Tüpf sind nöd vill besser, nur e chli
schwarz und wiss macht trümmlig und isch au scho lang verbi
s holt en Chübel Farb und taucht de Pinsel i

s Zebra i de Steppe weiss genau
schicker wäred Orange, Rot und Blau
glänze mues es, glitzere, s dörf scho chli lüchtig si
s holt en Chübel Farb und taucht de Pinsel i

s Zebra wäri eifach gern modern
alli zäme hetted s Zebra gern
s Zebra wetti au emol es bizzli anderscht si
s holt en Chübel Farb und taucht de Pinsel i

s Zebra i de Steppe überleit
immer nu die Streife mached breit
schöner wäred es paar Tüpf, s müend nöd nu rundi si
s holt en Chübel Farb und taucht de Pinsel i

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Ich wohne i de Stadt

Ich wohne i de Stadt, imene höche Huus
und ich luege obe zum Feischter us
uf Strosse, Mänsche
Böim und de Fluss
Auto und Velo
und die sind im Schuss
und en Chrane streckt sin lange Hals
wie de Giraff im Zoo, so gseht er alls
ich wohne i de Stadt, imene höche Huus
und ich luege zum Feischter us

Ich wohne i de Stadt, imene höche Huus
und ich luege obe zum Feischter us
uf Ziegeldächer
s Chämi, wo rücht
Spatze und Tube
wo niemert verschücht
und en Chrane streckt sin lange Hals
wie de Giraff im Zoo, so gseht er alls
ich wohne i de Stadt, imene höche Huus
und ich luege zum Feischter us

Ich wohne i de Stadt, imene höche Huus
und ich luege obe zum Feischter us
uf Liechter, Läde
Böim und de Fluss
s Füürwehrauto
en Zug und en Bus
und en Chrane streckt sin lange Hals
wie de Giraff im Zoo, so gseht er immer alls
ich wohne i de Stadt, imene höche Huus
und ich luege zum Feischter us
ich wohne i de Stadt, imene höche Huus
und ich luege zum Feischter us
ich wohne i de Stadt, imene höche Huus
und ich luege zum Feischter us

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Wänn i trurig bin

Wänn i trurig bin
dänn dänk ich mir, de alti Mond seig en Luftballon
und ich lohn en goh
und er reist dur d Nacht
ich lueg em noh

Wänn i trurig bin
dänn dänk ich mir de Luftballon seig en Zirkusclown
und er lacht mi a
und er hät e roti
Nase a

Und ich rütsche ganz näch zue der hi
und ich wott nu still und lislig si
wänn i trurig bin
dänn möcht ich immer bi der si

Wänn i trurig bin
dänn dänk ich mir de Clown, de schüsst en Tschuttiball
und er gumpet drümol
rund um d Wält
de isch überall

Wänn i trurig bin
dänn dänk ich mir de Tschuttiball seig en Bluemechohl
de isch härt und wiss
ich verzieh mis Gsicht
und bisse dri

Und ich rütsche ganz näch zue der hi
und ich wott nu still und lislig si
wänn i trurig bin
dänn möcht ich immer bi der si

Wänn i trurig bin
dänn dänk ich mir, de alti Mond seig en Luftballon
und ich lohn en goh
und er reist dur d Nacht
ich lueg em noh

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Gans

Mini Gans
singt us vollem Hals
und so bald sie singt
verchrücht sich alls
sie singt schön
näbed de Tön
sie hört nöd uf
sie sperrt de Schnabel uf

Mini Gans
singt us vollem Hals
und so bald sie singt
verchrücht sich alls
sie hät heiss
sie drähet im Chreis
sie watschlet umenand
am Bühnerand

Mini Gans
singt us vollem Hals
und so bald sie singt
verchrücht sich alls
sie singt schön
näbed de Tön
sie hört nöd uf
sie sperrt de Schnabel uf

Mini Gans
singt us vollem Hals
und so bald sie singt
verchrücht sich alls
bi mir dihei
und nöd ellei
oh, nei,
das sind zwei

Mini Gans
singt us vollem Hals
und so bald sie singt
verchrücht sich alls
sie singt schön
näbed de Tön
sie hört nöd uf
sie sperrt de Schnabel uf

Mini Gans
singt us vollem Hals
und so bald sie singt
verchrücht sich alls
sie singt schön
näbed de Tön
sie hört nöd uf
sie hört nöd uf

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Lache

Mir chönd lache, lache
lache, lache, lache
mir chönd gigele und Faxe mache

De Severin cha s Muul verzieh
bis zu de bede Ohre
und d Anna, die gseht us
als het sie grad en Zah verlore
d Alexandra strahlet
dass es hell wird i dem Zimmer
und sie strahlet immer immer immer immer

Und mir alli chönd lache, lache
lache, lache, lache
mir chönd gigele und Faxe mache, lache
mir chönd lache, lache
lache, lache, lache
mir chönd giegse, mir chönd quietsche
mir chönd

De Emil, de cha d Stirne runzle
de isch hüt glaub hässig
und d Emma gwagglet mit de Bagge
uh, die findt das lässig
d Alexandra strahlet
dass es hell wird i dem Zimmer
und sie strahlet immer immer immer immer

Und mir alli chönd lache, lache
lache, lache, lache
mir chönd gigele und Faxe mache, lache
mir chönd lache, lache
lache, lache, lache
mir chönd giegse, mir chönd quietsche
mir chönd

s Muul verzieh bis zu de Ohre
um de Egge schile
d Nase rümpfe, d Stirne runzle
mit de Bagge spile
s Muul verzieh bis zu de Ohre
um de Egge schile
d Nase rümpfe, d Stirne runzle
mit de bede Bagge spile

Lache, lache
lache, lache, lache
mir chönd gigele und Faxe mache, lache
mir chönd lache, lache
lache, lache, lache
mir chönd giegse
und mir chönd quietsche
mir chönd zwitschere und pfife
mir chönd
oh, mir chönd
oh, mir chönd lache

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Näbel

Näbel schlicht, er schlicht dur d Strosse
wien en Räuber i de Nacht
stricht um d Hüser und um d Lampe
still, dass er kei Lärme macht

Näbel schwäbt, er schwäbt dur d Gärte
leit sich uf di dicke Äscht
vo de Birke vor mim Feischter
hebt sich a de Bletter fescht

Näbel chrücht, er chrücht in Chäller
zu mim Velo, zu de Ski
luret wien es Gspängscht und ich wett
nöd ellei im Chäller si

Näbel hockt, er hockt und hanget
i de Chöpf vo Gross und Chli
wien es staubigs Spinnenetz
dass mer nöd mag fröhlich si

Näbel schlicht, er schlicht dur d Strosse
wien en Räuber i de Nacht
bis de erschti Sunnestrahl
dem Näbelspuk es Ändi macht

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De Hund chunnt

Er schwänzlet und er tänzlet
wänn ich um de Egge laufe
er wett so gern
mit mir go z Ässe chaufe
er gumpet a mer ufe
er guenet mich a
mit de liebschte Auge won er cha

Er schlüderet und spuelet
wänn er ghört e Glogge schälle
er tuet so gern
mit sine Fründe bälle
er zerrt a mine Hose
chätschet a de Schueh
und er wartet, das ich d Tür uftue

Er hät e Mähne bis am Bode
und er rännt über d Wise
das isch halbe gfloge
er schmöckt a jedem Stei
aber lose - nei

Er schüttlet sini Ohre
und er stellt sie wie Antenne
er tuet so gern
de Chatze noeränne
vergrabt sin gröschte Chnoche
und suecht en dänn e Stund
und er bättlet bis er öppis überchunnt

Er hät e Mähne bis am Bode
und er rännt über d Wise
das isch halbe gfloge
er schmöckt a jedem Stei
aber lose - nei

Er schwänzlet und er tänzlet
wänn ich um de Egge laufe
er wett so gern
mit mir go z Ässe chaufe
er gumpet a mer ufe
er guenet mich a
mit de liebschte Auge won er cha

de Hund
er chunnt
er chunnt, er chunnt, de Hund, de chunnt
er chunnt, de Hund, de Hund, de Hund, er chunnt

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Winter

Sini Fründe sind scho furt
sie sind uf em Wäg in Süde
ja, sogar de alti Storch
hät sini sibe Sache packt

Mit de erschte gäle Bletter
mit em erschte chüele Wind
händ sie sich uf de Wäg gmacht
und ich wett wüsse, wo die sind

Und sin rote Buch, de lüchtet
de lüchtet im Schnee
und ich freu mich jedes Mol
wänn ich en gseh

Sini Fründe sind scho furt
sie sind uf em Wäg i d Wärmi
nume de chli Vogel
blibt de ganzi Winter dure do

Villicht hät ers gern, wänns bloset
villicht hät ers gern, wänns stürmt
villicht hät ers gern, wänns chalt isch
und de See dänn ändlich gfrürt

Und sin rote Buch, de lüchtet
de lüchtet im Schnee
und ich freu mich jedes Mol
wänn ich en gseh

Sini Fründe sind scho furt
sie sind längschtens a de Wärmi
nume de chli Vogel
blibt de ganzi Winter dure do

Und villicht hät ers gern, wänns bloset
villicht hät ers gern, wänns schneit
und villicht wartet er, bis öpper
ab em Schlitte abe gheit

Und sin rote Buch, de lüchtet
de lüchtet im Schnee
und ich freu mich jedes Mol
wänn ich en gseh

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Fuultier

s Fuultier i sim Fuultierbaum
tröimt en schöne Fuultiertraum
s tröimt ganz langsam und ganz sacht
wien es Fuultier das so macht

s tröimt vo fuule Fuultierstunde
süesse Frücht, so weiche runde
fuule Öpfel villicht au
ich weiss es nöd genau

s wott nöd schnäll si, s wott nöd schwitze
lieber chli am Schatte sitze
s Fuultier, das isch zfride so
s wott nöd schwätze, s wott nöd schmatze
lieber chli am Rugge chratze
s Fuultier, das isch zfride so

s Fuultier, das hät immer Zit
doch wänn es so umelit
heissts es seigi fuul susch nüt
wer lost scho uf dummi Lüt

s bambelet es loht sich hange
bis s verwachet do chasch plange
s Fuultier i sim Fuultierbaum
gnüsst sin schöne Traum

s wott nöd schnäll si, s wott nöd schwitze
lieber chli am Schatte sitze
s Fuultier, das isch zfride so
s wott nöd schwätze, s wott nöd schmatze
lieber chli am Rugge chratze
s Fuultier, das isch zfride so

Und wänn s Fuultier dänn verwachet
blinzlet s ume und es lachet
s geinet fuul, es geinet lang
es loht sin Arm loh lampe

s wott nöd schnäll si, s wott nöd schwitze
lieber chli am Schatte sitze
s Fuultier, das isch zfride so
s wott nöd schwätze, s wott nöd schmatze
lieber chli am Rugge chratze
s Fuultier, das isch zfride so

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Sibeschlöfer

Immer wänns bi öis im Huus
dunkel wird und d Flädermuus
still ab ihrem Balke stigt
über d Dächer flügt

Fangts im Eschtrich a rumore
gsehsch e Nase und zwei Ohre
wird de Sibeschlöfer wach
und de macht en Krach

Ghörsch es scharre
und knarre
und stampfe, so en Schmarre
tappe, tappe
schnippe, schnappe
hin und her
ghörsch es rumple
und humple
und hopse, umegumpe
tappe, tappe
schnippe, schnappe
chrüz und quer

Zwüsched mine alte Schueh
hebsch am beschte d Ohre zue
isch de Sibeschlöfer wach
und de macht en Krach

Ja, de luegt i jedi Chischte
meint er heig e Rollschuehpischte
Sibeschlöfer, gits bald Rueh
wart susch chumm i ue

Ghörsch es scharre
und knarre
und stampfe, son en Schmarre
tappe, tappe
schnippe, schnappe
hin und her
ghörsch es rumple
und humple
und hopse, umegumpe
tappe, tappe
schnippe, schnappe
chrüz und quer

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Chrottepösch

Blos mit mir e Blueme us
blos so fescht, dass d chasch
dänk der öppis Schöns debi
blos so fescht, dass d chasch

Lueg, wie d Liechter flüged
ja, die flüged us
ime Johr dänn wachsed tusig
Chrottepösch do drus

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Uf mim Baum

I de Mitti vo mim Zimmer
stoht en Baum und de isch gross
und ich chlättere de Stamm duruf
kei Angscht, ich loh nöd los
mängmol ganz bis z oberscht
und mängmol nume fascht
min Baum hät für alles en Ascht

Uf mim Baum do chan ich sitze
und ich sitze ganz ellei
und ich strecke mini Ärm i d Luft
ich strecke mini Bei
mängmol bin ich zfride
und mängmol nume fascht
min Baum hät für alles en Ascht

Eine zum Dänke
eine zum d Wünsch dra anehänke
eine zum Lose
eine für das Loch i mine Hose
eine zum Chnurre
eine zum wien e Flüge surre
eine zum Winke
eine für das Bei wo gern tuet hinke

Ich verchrüche mich is Zimmer
mache d Türe lislig zue
und ich wott nüt ghöre, wott nüt gseh
wott eifach mini Rueh
mängmol bis am Morge
und mängmol nume fascht
min Baum hät für alles en Ascht

Eine zum Dänke
eine zum d Wünsch dra anehänke
eine zum Lose
eine für das Loch i mine Hose
eine zum Chnurre
eine zum wien e Flüge surre
eine zum Winke
eine für das Bei wo gern tuet hinke

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Bruno Hächler  |  Helgenstrasse 21e  |  CH-8404 Winterthur  |  Telefon: +41 (0)52/ 232 87 76  |  EMail