Texte „Lily“

Wulche
De Frosch
De Rägewurm Wladimir
Ich bi wien ich bi
Sunnechind
Summ, Bienli, summ
FläderMuus
Mängmol
Spatz und Muus
S Gänseblüemli Lily
Slimy
Tim Tölpel
Chumm
De Schnee chunnt
S Lied vom Schneerab
Schlof guet

 

Wulche

Am Morge früe bin ich devo
ha d Wuledecki mit mer gnoh
jetzt lig i do, vergnüegt und froh
und lueg de wisse Wulche noh

Will i de Wulche häts es Tier
nüd eis, nüd zwei, nei drü und vier
det häts en Has, det häts en Pfau
und wänn d guet luegsch, dänn gsehsch es au

E Muus, e Luus
en Schnägg ohni Huus
es Dromedar, es Löiepaar
en Hosechnopf, es Zebruar
Chatze, Ratze, Tigertatze
Hose, wo ganz furchtbar chratzed
all das chasch i de Wulche gseh

En Nasebär, e Bärenase
Blueme i de Bluemevase
Monsterchopf und Häxezopf
en Troll imene Suppetopf
d Schlange Kaa, en Drachezah
e Nase mit ere Warze dra
all das chasch i de Wulche gseh – und no vill meh

Wo chömeds her, wo flügeds hi
wo sind sie überall scho gsi
ich wett so gern e Wulche si
mol riesegross, mol winzig chli

E Muus, e Luus
en Schnägg ohni Huus
es Dromedar, es Löiepaar
en Hosechnopf, es Zebruar
Chatze, Ratze, Tigertatze
Hose, wo ganz furchtbar chratzed
all das chasch i de Wulche gseh

En Nasebär, e Bärenase
Blueme i de Bluemevase
Monsterchopf und Häxezopf
en Troll imene Suppetopf
d Schlange Kaa, en Drachezah
e Nase mit ere Warze dra
all das chasch i de Wulche gseh – und no vill meh

En Wulcherab, es Wulchechind
es Wulcheboot mit Räge drin
ich wett so gern e Wulche si

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De Frosch

De Frosch sitzt uf eme grüene Blatt
er geinet, er isch müed und satt
er hät en chugelrunde Buch
und blost di bede Bagge uf

De Frosch wohnt imene schöne See
mit Rose, rot und wiss wie Schnee
er blinzlet froh in Summertag
und seit gar nüt, nu eis no: quak

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De Rägewurm Wladimir

De Wladimir, de armi Kerl
chrücht uf em Trottoir hin und her
de Hoger uf, de Hoger ab
de isch de lieb lang Tag uf Trab

Em Wladimir, em Rägewurm
dem isch es i sim Chopf ganz Sturm
will jede wo do z laufe chunnt
fasch uf en ue stoht, au de Hund

Er macht sich lang, er macht sich dick
er macht en Boge, macht en Knick
ich säge öi, ihr liebe Chind
de Wladimir, de häts nöd ring

De Wladimir, de armi Tropf
de packt de Zorn und er seit: "Gopf!
Wänn ihr mich nöd in Rue lönd,
dänn hau is ab as Änd vor Wält."

Er stellt sich uf sin Nasespitz
und fangt a grabe wie de Blitz
er bohret sich vom Strosserand
dur d Erde dur uf Neuseeland

Er macht sich lang, er macht sich dick
er macht en Boge, macht en Knick
ich säge öi, ihr liebe Chind
de Wladimir, de häts nöd ring

Nach drümol 118 Täg
isch er am Ändi vo sim Wäg
er streckt de Chopf zum Bode us
und luegt und chunnt fasch nüme drus

Will vor ihm stoht es Fädervieh
das rüeft ganz lut: "Ki-wi ki-wi!"
Es hät en Schnabel, grau und lang
de Wladimir seit: "Tschau, ich gang..."

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Ich bi wien ich bi

Bin i ich, bin i dich
bin i andersch, bin i glich
bin i eggig, bin i rund
han i e Chatz oder en Hund
bin i gern obe oder une
lig i lieber a de Sunne
als im Schatte wien e Ratte
stopf i d Ohre voll mit Watte
sing i lut, sing i schön
wien e Amsle, wien en Föhn
han i blondi Locke
Löcher i de Socke
und es Pflaschter uf de Nase
rugel i über de Rase
bin i wiss, bin i rot, bin i schwarz, bin i gäl

Ich bi wien ich bi

Bin i ich, bin i dich
bin i andersch, bin i glich
bin i eggig, bin i rund
han i e Chatz oder en Hund
bin i schlau wien en Fuchs
lislig wien en Luchs
bin i breit, bin i lang
isch mer öppe Angscht und Bang
bin i gross, bin i chli
schwanz i ewig hinedri
chan i flüge wien en Geier
oder stillstoh wien en Reiher
bin i arm, bin i rich
isch mer immer alles glich
bin i wiss, bin i rot, bin i schwarz, bin i gäl

Ich bi wien ich bi

Bin i ich, bin i dich
bin i andersch, bin i glich
bin i eggig, bin i rund
han i e Chatz oder en Hund
bin i gern obe oder une
lig i lieber a de Sunne
als im Schatte wien e Ratte
stopf i d Ohre voll mit Watte
bin i immer froh
trurig oder so
bin i mängmol halt
nöd eso wie dir das gfallt
bin i ich, bin i dich
bin i andersch, bin i glich
bin i wiss, bin i rot, bin i schwarz, bin i gäl

Ich bi wien ich bi

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Sunnechind

Sunnechind, oh, Sunnechind
schick mer dini Strahle gschwind
mol de Himmel wider blau
will, de Näbel macht alls grau

Sunnechind, oh, Sunnechind
schick en warme Summerwind
lueg, ich tuen em s Feischter uf
und ich nimm en tüfe Schnuf

Sunnechind, oh, Sunnechind
streichle über d Blüete gschwind
vo mim Fründ, em Öpfelbaum
weck en us sim Wintertraum

Sunnechind, oh, Sunnechind
schick mer dini Strahle gschwind
mol de Himmel wider blau
will, de Näbel macht – susch alles grau

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Summ, Bienli, summ

Summ, Bienli, summ
summ zringelum
zum Beeri Brum
chumm, Bienli, chumm
zum Beeri Brumbeeri
Brumbeeri chrumm
zum Beeri Brumbeeri
summ, Bienli, summ

Summ, Bienli, summ
summ zringelum
zum Brummbär Brumm
chumm, Bienli, chumm
zum Brummbär Bruno
Brunobär Brumm
zum Brummbär Bruno
summ, Bienli, summ

Summ, Bienli, summ
summ zringelum
zum Beeri Brum
chumm, Bienli, chumm
zum Beeri Bruno
Beeribär Brumm
summ, Bienli, summ, Bienli
summ, Bienli, summ
summ, Bienli, summ, Bienli
summ, Bienli, summ
summ, Bienli, summ, Bienli, summ –
zringelingelingelum

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FläderMuus

E Flädermuus chunnt nüme drus
im Chäller vo dem alte Huus
häts no e Muus, kei Flädermuus
e Spitzmuus, wer chunnt do no drus

E Spitzmuus, die chunnt nüme drus
im Estrich vo dem alte Huus
häts no e Muus, e Flädermuus
die Spitzmuus, die chunnt nüme drus

Sie tippelet und täppelet dur s Stägehuus
und d Flädermuus streckt d Flügel us
und i de Mitti vo dem Huus
do gseht di eint di ander Muus

"Wer bisch du?", fröget d Flädermuus.
"Was machsch du i mim Stägehuus?
Das isch mis Huus, du chlini Muus
am beschte ziehsch du hüt no us."

Doch d Spitzmuus lachet sie nu us
"E Muus mit Flügel isch kei Muus.
Du bisch en Vogel, Vogel Struss,
und das isch mis, mis Spitzmuushuus."

Do tippelets und täppelets durs Stägehuus
en cheibe Lärm, duri, durus
und um de Egge ränned, zack
100 chlini Schoggimüüs, en ganze Sack

Im Estrich vo dem alte Huus
do wohnt e bruni Flädermuus
im Chäller häts es Spitzmuus-Näscht
doch zwüschetdrin – händ d Schoggimüüs es Fäscht

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Mängmol

Mängmol wünsch ich mir en Hund
gross und starch und muetig und
Znacht im Bett lueg ich en a
das ich nie meh Angscht mues ha

Mängmol wünsch ich mir es Huus
schief und chnusprig und do drus
luegt e dunkelgraui Chatz
sunnet sich am Feischterplatz

Mängmol wünsch ich mir en Huet
won e Gschicht verzele tuet
dänn wird ich ganz müslistill
son en Huet weiss schampar vill

Mängmol wünsch ich mir en Uhr
wo nöd lauft, wo immer nur
d Stunde zeigt, won ich gern hett
ich würd di ganz Nacht nöd is Bett

Mängmol wünsch ich mir en Wunsch
zeig en dir, wänn d zue mer chunsch
dänk es Gheimnis in en ie
und de Wunsch de schänk ich dir

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Spatz und Muus

Hey, chline Spatz, lueg nöd eso dri
hüt isch kein Tag zum trurig si
d Sunne am Himmel, die strahlet wie toll
lacht sich de rundi Sunnebuch voll

Lauf, min liebe Fründ, lauf gschwind
bald scho sausisch wie de Wind

Du, chline Spatz, ich weiss, es tuet weh
anderi Spatze flüge z gseh
Flügel a Flügel, die fröged nöd wie
wettisch am liebschte mit ene zieh

Lauf, min liebe Fründ, lauf gschwind
bald scho sausisch wie de Wind

Chumm, chline Spatz, mir zwe ränned los
eimol um d Wält und die isch gross
über de Hügel, und abe an See
mer hüpfed und hopsed und singed: juhee

Lauf, min liebe Fründ, lauf gschwind
bald scho sausisch wie de Wind

Hey, chline Spatz, lueg nöd eso dri
hüt isch en Tag zum fröhlich si
weisch so zwe Fründe, en Spatz und e Muus
wachsed no mängmol über sich us

Lauf, min liebe Fründ, lauf gschwind
bald scho sausisch wie de Wind

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S Gänseblüemli Lily

S Gänseblüemli Lily
seit sich hüt am Morge will i
hundert Rägetropfe trinke
und de andre Blueme winke

S Gänseblüemli Lily
seit sich hüt am Morge will i
de Mariechäfer wecke
und min Chopf in Himmel strecke

S Gänseblüemli Lily
tanzet mit emene Bienli
und es schauklet und es dreht sich
alles andre isch em glich

S Gänseblüemli Lily
seit sich hüt am Morge will i
nume fröhlich si und lache
und di schönste Sache mache

S Gänseblüemli Lily
seit sich hüt am Morge will i
mit de Suppehüehner singe
und em Reh es Ständli bringe

S Gänseblüemli Lily
seit sich hüt am Morge will i
zu de Sunne ufe wachse
und es wachst und hört nöd uf

En gwunderige Fäldhas
hopplet vorsichtig durs grüene Gras
er stunet öisem Blüemli noh
und wett am liebschte mit em go

De gwunderigi Fäldhas
huret sich is grüene Gras
stellt sini Löffel uf und schnuft
und spickt zäh Meter höch i d Luft

De Fäldhas gumpt de ganzi Tag
so lang en Has halt gumpe mag
doch d Lily, ja, die Bluemefee
die hät de Feldhas nie meh gseh

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Slimy

Glibber, glabber
grusigs Gschlabber
glubber, blubber
grusigs Gschlubber
schliemigs Slimy, schlierigs Gflutsch
wo mer do de Arm ab rutscht

Wabbel, babbel
grusigs Gschwabbel
wubbel, bubbel
grusigs Gschrubbel
schliemigs Slimy, schlierigs Gflutsch
wo mer do de Hals ab rutscht

Glibber, glabber
grusigs Gschlabber
wabbel, babbel
grusigs Gschwabbel
schliemigs Slimy, schlierigs Gflutsch
schwabblisch, schlabbrisch und bisch futsch

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Tim Tölpel

De Tim, de isch en schöne Maa
jetzt lueged doch de Vogel a
hät Fädere, wiss, brun und grau
und sini Füess sind himmelblau

De Tim, de isch en gwitzte Maa
de tanzet Tango, Cha-Cha-Cha
und alli wänd en tanze gseh
will son en Vogel gits nie meh

Und ich säg
tanz, Vogel, tanz
gwaggle mit em Schwanz
tanz, Vogel, tanz
gwaggle mit em Schwanz
streck din lingge Fuess i d Luft, chumm
dräh dich eimol zringelum
und pfif so lut das d chasch
tanz, Vogel, tanz

De Tim, de isch en schöne Maa
jetzt lueged doch de Vogel a
hät Fädere, wiss, brun und grau
und sini Füess sind himmelblau

De Tim, de isch en grosse Star
de kännt me do und det sogar
und wänn er tanzt, dänn isch er froh
ich hoffe öi gohts au eso

Und ich säg
tanz, Vogel, tanz
gwaggle mit em Schwanz
tanz, Vogel, tanz
gwaggle mit em Schwanz
streck din lingge Fuess i d Luft, chumm
dräh dich eimol zringelum
und pfif so lut das d chasch
tanz, Vogel, tanz

2. Refrain
streck din rechte Fuess i d Luft...

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Chumm

Papa gimmer dini Hand
mir zwe laufed mitenand
über d Wise, dur de Wald
Papa, chumm, es dunklet bald

Du, bim alte Gartehuus
wohnt e haselgraui Muus
mängmol gwagglet sie durs Gras
Papa, säg, wie gfallt der das

Oh, mir lönd en Drache stige
zu de Wulche sell er flüge
lueg de Wind treit ihn devo
Papa, du, au mir müend goh

Papa gimmer dini Hand
mir zwe laufed mitenand
über d Wise, dur de Wald
Papa, chumm, es dunklet bald

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De Schnee chunnt

Lueg, es schneit
nimm d Chappe und d Händsche
lueg, es schneit
nimm d Jagge und d Schue
lueg, es schneit
nimm der es Halstuech
und es Paar dicki Socke dezue

Chumm mir tanzed im Schnee
mir händ en scho so lang nüme gseh
chumm mir tanzed im Schnee
mir händ en scho so lang nüme gseh

Lueg, es schneit
hüt bou i en Schneemaa
lueg, es schneit
hüt fahr i no Schi
lueg, es schneit
ich wot go schlittle
und bis am zwölfi im Schnee usse si

Chumm mir tanzed im Schnee
mir händ en scho so lang nüme gseh
chumm mir tanzed im Schnee
mir händ en scho so lang nüme gseh

Lueg, es schneit
uf d Chappe und d Händsche
lueg, es schneit
uf d Jagge und d Schue
lueg, es schneit
und all die Flocke
gheied vom Himmel und decked öis zue

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S Lied vom Schneerab

S Huusdach hät en Wattehuet
wiss und schwär, de stoht em guet
und sogar de Rabemaa
hät e Zipfelchappe a

D Chinde ränned dur de Schnee
liged uf de Rugge, he
und göissed lut: "Juheeminee,
händ er scho min Engel gseh"

Ja, so en Schnee-Engel wett i mache
und debi lut use lache
ich flattere, ich hüpf und tue
und dänn ghör i au dezue

En Schnee-Engel wett i mache
und debi lut use lache
ich lueg en a und bi ganz froh
und dänn flüged mir devo

Chum sind d Chinde wider hei
streck i d Flügel, streck i d Bei
gumpe Chopf vora in Schnee
händ er scho min Engel gseh?

Ja, so en Schnee-Engel wett i mache
und debi lut use lache
ich flattere, ich hüpf und tue
und dänn ghör i au dezue

En Schnee-Engel wett i mache
und debi lut use lache
ich lueg en a und bi ganz froh
und dänn flüged mir devo

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Schlof guet

Bim bam, bim bam
d Glogge lüted tüf und langsam
bim bam, bim bam
d Glogge lüted dich in Schlof

Tröim vom Bienli und vom Wind
vom Lily und vom Sunnechind
tröim vom arme Wladimir
tröim vo dir und tröim vo mir

Bim bam, bim bam
d Glogge lüted tüf und langsam
bim bam, bim bam
d Glogge lüted dich in Schlof

Tröim vom Schneerab und em Spatz
vo FläderMüüs, lueg, s hät no Platz
tröim vo Farbe rot und grüen
tröim bis morn am Morge früe

Refrain instrumental

Tröim vom Slimy und vom Hund
vom Frosch, de isch ganz dick und rund
tröim vom Tim, vo Wulchetier
tröim vo dir und tröim vo mir

Bim bam, bim bam
d Glogge lüted tüf und langsam
bim bam, bim bam
d Glogge lüted dich in Schlof

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Bruno Hächler  |  Helgenstrasse 21e  |  CH-8404 Winterthur  |  Telefon: +41 (0)52/ 232 87 76  |  EMail